DIE YUCATAN-HALBINSEL IST EINZIGARTIG

Yucatán – das ist geografisch genau genommen der Norden der Halbinsel und vereint die spektakulärsten Maya-Stätten, die weiße Stadt Merida und das kleine hübsche Kolonialstädtchen Valladolid. Und dazwischen warten viele versteckte traumhafte Cenoten.

 

Merida 

Yucatáns Hauptstadt vereint das bunte mexikanische Leben: eEine pulsierende Stadt mit prachtvollen Kolonialbauten und in Pastellfarben glänzenden Häuserfassaden.

Die Markthallen von Merida sind riesig und es gibt zwischen Haushaltswaren, exotischen Früchten, Geflügel und bunten Kleinkram viel zu entdecken und kulinarisch auszuprobieren. Ich liebe es, mich überall auf der Welt durch die Märkte treiben zu lassen. In Merida war das ein ganz besonderes Spektakel.

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Der Plaza Grande ist das Herz der Stadt. Hier spielt sich wie in vielen lateinamerikanischen Metropolen das komplette Leben ab: Jungendliche Liebespaare sitzen händchenhaltend auf den Bänken, alte Männer treffen sich im Schatten der Bäume auf einen Plausch und junge Paare spazieren mit ihren Kindern über den Platz.

Highlight: Sonntags ist Kunstmarkt. Die ganze Stadt versammelt sich um den Platz. Am frühen Abend tanzen Jung und Alt ausgelassen fröhlich zu Live-Musik.

Uxmal

Uxmal gehört zu den nicht so stark besuchten Ruinenstädten. Von Merida aus kann man zur Ruinen-Stätte einen Tagesausflug unternehmen. Eine geführte Tour lohnt sich, wenn du ohne Mietwagen unterwegs bist. Denn so siehst du noch etwas mehr von der Puuc-Route und könnt auch die Ruinen von Kabah besichtigen. Die Ruinen von Uxmal wurden zu großen Teilen wieder aufgebaut und gut rekonstruiert. Das Angenehme ist, dass man mit etwas Glück zu den einzigen Touristen zählt. Einzig die Leguane sind dort in Massen vertreten.

Chichén Itzá
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Die berühmte Ruinenstadt von Chichén Itzá ist wohl die meistbesuchte in ganz Mexiko und Mittelamerika. Hier steht die bekannte Kukulkan-Pyramide. Und die ist wirklich beeindruckend! Aber leider kann man keine der Pyramiden besteigen. Die vielen Souvenirs-Händler auf dem Gelände und der fehlende Ausblick über den Dschungel machen für mich viel mehr Uxmal und Cobá zu Favoriten. Um langen Staus und Schlangen am Eingang in Chichén Itzá zu entgehen, solltest du unbedingt früh morgens ankommen.

Wenige Kilometer von Chichén Itzá entfernt liegt gleich auch eine der bekanntesten Cenoten: Ik Kil. Diese Cenote ist wirklich spektakulär anders. Die Anfahrt ist nicht ganz so abenteuerlich wie bei vielen Cenoten in Tulum. Einsamkeit? Weit gefehlt. In Ik Kil badet wirklich die ganze Welt und die Anlage hat alles an Infrastruktur zu bieten wie moderne Duschen, Umkleiden und Restaurants. Aber das in 17m Tiefe gelegene Süßwasserloch, in das man über drei Stockwerke tief hinabsteigt, eröffnet einen wirklich atemberaubendem Blick. Ein einfach wunderschöner, ungewöhnlicher Badeort in üppig grüner Vegetation.

Valladolid

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Das kleine Kolonialstädtchen, eines der vielen Pueblos Mágicos, liegt genau zwischen Tulum und Merida. Sehenswert ist alles rund um den grossen Platz (Zocalo) gegenüber der wunderschönen Kathedrale San Gervasio. Einfach durch den hübschen Stadtkern treiben lassen und zum Essen den typisch mexikanischen Food Court auf der nördlichen Seite des Parks besuchen.

Als ich 2013 das erste Mal in Valladolid war, hatte ich das große Glück zufällig zum Día de los Muertos dort zu sein. Dieser mexikanische Feiertag ist keine Trauerveranstaltung, sondern ein buntes Fest, zu dem alle auf den Straßen zusammenkommen. Man feiert, dass die Toten an diesem Tag zu Besuch aus dem Jenseits kommen. Es ist ein fröhliches Fest mit Musik, Tanz und  Essen. Auf dem zentralen Platz gibt es einen leicht außergewöhnlichen Wettbewerb: gekürt wird der schönste und dekorativste Altar.

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Südlich von Valladolid (mit dem Fahrrad in circa 30 Minuten zu erreichen) liegen die Cenoten Dzinup und Samula. Mittags strahlt die Sonne von oben durch ein kleines Loch und sorgt für ein tolles Lichtspiel. Beide Cenoten sind beeindruckend und herrlich erfrischend zum Schwimmen und Schnorcheln.

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