UNENDLICHE WEITEN IN PATAGONIEN

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3000 km sind es von Buenos Aires runter bis nach Feuerland oder anders gesagt: Eine einzigartig lange Busfahrt durch eine der definitiv schönsten Landschaften der Erde.

 

BARILOCHE

San Carlos de Bariloche – wie ein kleines Alpendorf liegt der malerische Ort umgeben von tiefblauen Seen und schneebedeckten Bergketten am Fuße der Anden.


Die Holzhaus-Gasthäuser im Ort erwecken wirklich den Eindruck in Österreich oder der Schweiz zu sein. Der Ortskern ist auch noch übersät mit Schokoladen-Geschäften. Bariloche ist auch bekannt als die Straße der Sieben-Seen.

Ausflüge:

      • per Boot über den See zum Arrayanes-Wald (die Bäume mit weißen Flecken sind nirgendwo sonst auf der Welt zu finden) und der Insel Victoria
      • Fahrradfahren und Hiking im Nationalpark Nahuel Huapi

 

Puerto Madryn

Von Buenos Aires aus braucht der Bus 18 Stunden. Die können „coche cama“, also die First Class-Version der Busreise in Argentinien, sogar angenehm schnell vergehen bei warmem Essen, Wein und Whiskey.
Die Puerto Madryn vorgelagerte Halbinsel Valdés ist der perfekte Ort für Whale-Watching. Es war einfach nur überwältigend, wie die Riesen der Meere an allen Seiten des Bootes vorbeizogen und ihre Flossen in den Himmel ragten. Außerdem tummeln sich Seelöwen in riesigen Kolonien an den Küsten der Halbinsel. Punta Tombo, zwei Stunden weiter südlich gelegen, ist die weltweit größte Brutstätte der Magellan-Pinguine. Es ist so verdammt entzückend, diese niedlichen Tiere aus nächster Nähe beobachten zu können.

 

PERITO MORENO

Gletscher

Wow! So etwas konnte ich mir vorher einfach nicht vorstellen. Der Perito Moreno Gletscher hat mich wirklich geflasht. Klimawandel hin oder her: Dieser Gletscher wächst aus unerklärlichen Gründen. Er ist 70m hoch und unter der Wasseroberfläche bis 100m tief! Dass der Gletscher permanent in Bewegung ist, bekommt jeder Besucher zu sehen. Ich stand nur kurz davor und konnte schon drei große abfallende Eisbrocken bestaunen. Ihr könnt entweder nur mit dem Boot nah heranfahren oder eine Tour buchen, bei der ihr mit Spikes über den Gletscher wandert. Ich finde diesen Trip bis heute unvergesslich. Es ist halt etwas Besonderes, so mitten im Eis zu stehen, in tiefblaue Gletscherspalten zu schauen und am Ende einen gut gekühlten Whiskey mit Gletschereiswürfeln zu trinken.

Ausgangsort für die Gletscher-Touren ist das 80 km entfernte El Calafate. Eine sehr empfehlenswerte Unterkunft dort ist das Hostel America del Sur.

 

TORRES DEL PAINE (CHILE)

Leider habe ich für diesen Wahnsinns-Nationalpark viel zu wenig Zeit gehabt und möchte irgendwann eine längere Trekking-Tour unbedingt noch nachholen. Aber der Tagesausflug von Puerto Natales hat sich auf alle Fälle gelohnt. Der unbeschreiblich tolle Ausblick auf die Gletscher zwischen Seen und kargen Landschaften machen Torres del Paine zu einem der beeindruckendsten Nationalparks, die ich je gesehen habe. Das südliche Patagonien ist übrigens ein Länder-Hopping. An einem einzigen Tag wächst der Pass mal leicht um vier Stempel: Ausreise aus Argentinien, Einreise nach Chile, Ausreise aus Chile und erneute Einreise nach Argentinien. Da braucht ihr etwas Geduld für die langsam vorangehenden Grenzkontrollen.

 

USHUAIA

Schwer zu glauben, aber wahr: Hier seid ihr am Ende der Welt angekommen! Das Städtchen Ushuaia ist nicht überwältigend schön, aber die Umgebung macht alles wieder wett. Skifahren, Husky-Schlittenfahrten oder einfach nur Wandern, am südlichsten Zipfel des amerikanischen Kontinents warten viele Aktivitäten in Eis und Schnee auf euch.

Um aber wirklich sagen zu können, dass ihr am Ende der Welt wart, solltet ihr die Bootsfahrt zu den Pinguinkolonien am Leuchtturm von Ushuaia buchen. Südlicher geht es nicht mehr, nächster Halt der Kreuzfahrtschiffe: Antarktis!