Mexico City stand schon ganz lange auf meiner Reiseliste. Das weckte häufig Unverständnis. Also räume ich gleich zu Beginn mal mit Vorurteilen auf:

  • Nein, Mexiko City ist nicht unsicher. Man kann in den meisten Vierteln auch bei Dunkelheit auf der Straße laufen. Vor allem aber könnt ihr ganz unbedenklich rund um die Uhr die Metro quer durch die Stadt nehmen.
  • Lohnt sich die Stadt, gibt es überhaupt was zu sehen? Ja!!! Die Stadt ist unglaublich reich an Geschichte und Kultur, ziemlich trendy und hat die meisten Museen der Welt.
  • Mexico City ist mit der Zeit anstrengend wie jede andere Großstadt auch, aber man merkt nicht unbedingt was von 25 Millionen Einwohnern. Es gibt gigantische Grünflächen und teilweise sind die Gehwege erstaunlich hübsch bepflanzt.

Warum es sich lohnt einige Zeit in D.F. zu verweilen, zeige ich euch jetzt:

 

Trendy Roma Norte

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Dieser Stadtteil hat einfach alles: tolle Cafés, Bars und Restaurants, Boutiquen, Galerien, kreative Anwohner und viel Grün! Hier gibt es viele AirBnb-Appartments, die schönste Unterkunftsart um Bewohner des Viertels kennenzulernen und Insider-Tips für die Gegend zu erhalten.

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Unbedingt die Straßen Jalapa, Avenida Alvaro Obregón und Colima entlang spazieren, es gibt viele europäische Bäckereien und leckeres mexikanisches Streetfood.

Mercado, Roma Norte, Mexico City

Cafe, Roma Norte, Mexico City

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Der Mercado Roma ist kein typisch authentischer mexikanischer Markt, sondern eine stylische Markthalle in der Calle Querétaro zwischen Medellín und Monterrey. Einen kurzen Besuch lohnenswert, aber das Essen ist ziemlich überteuert und die mexikanischen Gerichte leider wenig authentisch gewürzt.

HISTORISCHES ZENTRUM

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Templo Mayor – der wichtigste und größte Tempel der aztekischen Hauptstadt Tenochtitlán, des heutigen Mexico City.

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Palacio de Bellas Artes – beeindruckende Architektur innen wie außen, hier gibt es einige Wandmalereien von Diego Riviera zu sehen. Sonntags ist übrigens der Eintritt in allen Museen frei!

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Ohne es zu wissen, von außen kaum zu erkennen. Innerhalb des exklusiven Hotel Downtown befindet sich TheShops, eine Aneinanderreihung von Galerien, Gourmet-Läden, Boutiquen und dem bekannten Restaurant Azul Histórico. Super für eine kurze Pause von der Hektik und den Menschenmassen im Zentrum!

Bosque de Chapultepec

Bosque de Chapultepec, Mexico City

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Die größte Grünanlage im Zentrum der Stadt: es gibt ein Schloss, Seen, einen Zoo und in den riesigen Parkanlagen freie Yoga-Stunden und Lesezirkel. Fahrradleihstationen gibt es über die ganze Stadt verteilt, die erste Dreiviertelstunde ist gratis.

Highlight: Ein absolutes Muss unter den mehr als 150 Museen: unbedingt das Museo Nacional de Antropología mitten im Park an der Avenida Paseo de la Reforma für einige Stunden besuchen, wenn ihr die Geschichte Mexikos besser verstehen wollt.

Bohemian Condesa
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Der Stadtteil der jungen Reichen, der Schriftsteller, der Nachtschwärmer. Condesa ist cool, erstaunlich grün und ruhig, voller Boutiquen und Cafés.

Condesa, Mexico City

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Exklusives Polanco

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Polanco ist eine der schicksten Gegenden der Stadt, die Gehwege sind äußerst gepflegt und in den ruhigen Seitenstraßen finden sich schicke Appartment-Anlagen. Polancos Herz ist die Avenida Presidente Masaryk, die mexikanische Champs-Élysées.

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Der reichste Mann der Welt, Carlos Slim, zeigt in seinem Museo Soumaya seine beachtliche Kunstsammlung. Darunter finden sich auch viele europäische Maler: Monet, Renoir, Picasso, Cézanne etc. Eintritt an allen Tagen frei!

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Für eine kurze Stärkung nach dem Museumsbesuch: direkt vor dem Eingang finden sich viele aneinandergereihte Taco-Stände. Muy rico!

BUNTES San Angel
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El Bazaar Sábado ist ein sehr lohnenswertes Spektakel am Samstag, ein großer Kunstmarkt mit vielen Straßenhändlern rund um Plaza del Jacinto. Frida Kahlo und Diego Riviera lebten abwechselnd hier und im angrenzenden Coyoacán. Es gibt wunderschöne kleine Läden mit jeder Menge Kunsthandwerk.

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Ruhiges Coyoacan

Nicht nur zu Fridas Zeiten, auch heute erscheint das Viertel noch wie ein Dorf in der großen Stadt. Rund um den Plaza Hidalgo verweilen die Anwohner auf Parkbänken und in den zahlreichen Cafés. Das Viertel ist kreativ, aber kreativ anders als die schicken Barrios im Zentrum und noch immer geht es recht politisch zu.
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Für mich war Frida Kahlo eine schillernde faszinierende Persönlichkeit mit einem beeindruckenden Leben. Wenn ihr euch auch bereits etwas mit ihrer Lebensgeschichte befasst habt, ist ein Besuch im Museo Frida Kahlo auf alle Fälle lohnenswert. Das spannende an einem Besuch ist es, ihre Wirkungsstätte, also das blaue Haus und den Garten, einmal zu sehen. Denn es sind nur recht wenige Kunstwerke ausgestellt und ihre Biografie ist nur in schwachen Auszügen dargestellt.

Museum Frida Kahlo, Mexico City, Diego RivieraMuseo Frida Kahlo, Mexico City

Von der Metro Coyoacán muss man ein ganzes Stück laufen um ins Zentrum des Viertels zu gelangen. Besser auf einen der Mini-Busse aufspringen und sich durchfragen.

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