JAMBO TANSANIA

view on Kilimandscharo in Moshi

Jambo, Tansania! Nach 17 Stunden Anreise aus Südafrika (Kapstadt-Johannesburg-Addis Abeba) erreichte ich den Kilimanjaro International Airport, der leider alles andere als international ist. Kein Kiosk um eine Flasche Wasser zu kaufen, kein funktionierender ATM. So stand ich recht verzweifelt in einer nicht-klimatisierten, schwülen Ankunftshalle  – ohne Bargeld und damit ohne Möglichkeit, das erforderliche Visum zu zahlen. Denn anders als überall gelesen, werden Kreditkarten dafür nicht akzeptiert. Doch noch bevor ich offiziell richtig eingereist war, lernte ich die große Gastfreundschaft des Landes in höchster Güte kennen oder anders gesagt: Ich weiß jetzt, was ein Sponsored Visa ist.

Moshi – Die Stadt mit Blick auf den Kili

Trotz aller Strapazen, darunter auch das Finden der AirBnB-Unterkunft (dieses sechs Buchstaben hat in Moshi nämlich noch nie niemand gehört), begeisterte mich Tansania von Beginn an. Pure Exotik und die rote Erde Afrikas machten den nur fünftägigen Aufenthalt auf dem Festland unvergesslich. 

woman on street in Moshi with fruit sellers

Von Moshi ist es zwar eine vierstündige Fahrt bis zum Tarangire Nationalpark, aber die Beobachtungen auf der Strecke waren mindestens so spektakulär wir die Safari selbst. Nach der Durchfahrt durch die größte Stadt in der Region, Arusha, kreuzten in regelmäßigen Abständen Massai mit ihren Ziegenherden die Schnellstraße.

overloaded bus on streets of Arusha

people in front of market entrance Arusha

chaotic traffic in Arusha

motorcyclists on highway to Tarangire Nationalpark

road sign in Tarangire Nationalpark

Hello Big Five!

Der Tarangire Nationalpark ist zwar „nur“ der sechstgrößte Park Tansanias, aber er hat die größte Elefantenpopulation des Landes. Noch nie zuvor habe ich in auf Safari so viele Tiere auf so engem Raum gesehen. Schon nach nur drei Stunden sogar die Big Five!

zebras in water Tarangire Nationalpark

zabras at water hole Tarangire Nationalpark

monkey drinking at water hole Tarangire Nationalpark

ostrich Tarangire Nationalpark

giraffes and zebras Tarangire Nationalpark

drinking hole for animals Tarangire Nationalpark

Ich konnte es in vielen Momenten kaum fassen so nah dran am Leben in der Wildnis zu sein, obwohl es nur eine Tagessafari war.

warthogs looking at camera Tarangire Nationalpark

lion with kill beneath a tree Tarangire Nationalpark

elephant closed eyes Tarangire Nationalpark

elephants at water hole Tarangire Nationalpark

safari guide in Tarangire Nationalpark

elephants lying sand Tarangire Nationalpark

monkey at lunch area in Tarangire Nationalpark

Water buffalo in Tarangire Nationalpark

Der Besuch am Entrance Gate bei den Massai ist von Anblick her zwar überwältigend, aber es ist schade, dass es nur ein Touristen-Standardprogramm gibt. Ich denke beide Seiten könnten viel mehr profitieren, würde der Besuch mehr nach individuellen Bedürfnissen gestaltet werden können. Aber das wird wohl erst geschehen, wenn der letzte „klassische Safari-Tourist“ nicht mehr erscheint und das Bewusstsein dafür wächst, dass Authentizität und echte Begegnungen nicht umsonst die Buzzwords des neuen Reisens sind.

older Massai women dancing in Tanzania

Massai mask in Tanzania

Massai jumping and dancing in Tanzania

Massai doing fire in Tanzania

In Arushas Straßen wird derzeit viel gegraben, riesige Bauprojekte sind in der ganzen Stadt zu beobachten. Da es so viel Ungewohntes aus dem Autofenster heraus zu beobachten gab, war der Rushhour-Stau am Abend zurück nach Moshi nur halb so schlimm.

woman with kids on the streets of Arusha

woman carrying stuff on streets of Arusha

In den Usambara-Bergen

people selling fruits in Usambara mountains

Die Anreise nach Lushoto ist nur etwas für starke Nerven oder besser gesagt das Busfahren in Tansania generell. Die Busse waren allesamt kurz vor dem Auseinanderfallen und mit viel zu vielen Passagieren überfüllt. Und ohne Klimaanlage, bei 35 Grad Außentemperatur. 

Die letzten 1,5h nach Lushoto wurde mir  etwas mulmig, denn eine schmale Serpentinenstraße hochzubrettern ohne den Gegenverkehr einsehen zu können, kann einfach keine gute Idee sein. Aber die Landschaft lenkte zumindest ein wenig von den riskanten Kurvenmanövern ab. Vorbei an Wasserfällen, kleinen Ortschaften, Farmen und Obstverkäufern am Straßenrand, erreichte der Bus dann tatsächlich unfallfrei den kleinen Ort Lushoto.

housing in Usambara mountains

simple houses in Lushoto

Ich übernachtete im Lawns Hotel, das ein wenig außerhalb auf einem Hügel liegt. Von der großen Terrasse hat man einen traumhaften Blick in die Berge, der Garten ist riesig und abends wird mit Ofen und Kamin geheizt. Denn auch im Hochsommer wird es abends sehr frisch. Im tropisch-heißen Tansania ums Feuer zu sitzen und sich aufzuwärmen, fühlte sich so richtig nach Urlaub in den Bergen an.

morning mountain view into the sun in Lushoto

Mit einem lokalen Bergführer wanderte ich zum Irente-Viewpoint. Die Aussicht ist einfach nur genial und auf dem Weg dorthin gibt es viel lokales Leben zu beobachten. Die Strecke führte über Bäche, Felder und Wiesen, vorbei an vielen kleinen Dörfern. Überall wurde mir ein freundliches „Jambo“ (Hallo) zugerufen und die Kinder lächelten verschmitzt und riefen „Mzungu!“ (Weiße).

boy enjoying view from Irente view point Lushoto

woman walking through Lushoto in Usambara mountains

Die Irente View Cliff Lodge ist DER Einkehrstopp für Wanderer, denn hier gibt es eine echt Brotzeit. Mit Mischbrot, Quark, Käse und selbstgemachter Marmelade.

woman in garden of Irente view point lodge

women selling fruits at bus in Lushoto

Tansania in 90 Sekunden