EXOTISCHES ZANZIBAR

Auric Air on Tanga airport departing to Zanzibar

Zanzibar from above flying AuricAir

Zanzibar – schon im Namen dieser Insel in Indischen Ozean vor der Küste Tansanias schwingt soviel Fernweh mit. „Hakuna matata“ (Don´t worry) und „Pole pole“ (Slowly, slowly) bestimmen den Insel-Lifestyle. Zanzibar scheint eines der letzten tropischen Ziele zu sein, das von Europa aus gut zu erreichen ist, aber touristisch wenig bis gar nicht erschlossen ist.

cockpit view while flying to Zanzibar

Paradiesisch anders

Ebbe und Flut bestimmen den Strandalltag, zumindest an den wunderschönen, weißen Stränden der Ostküste wie Jambiani und Matemwe. Die Küste ist paradiesisch – allerdings anders als anderswo. Baden ist dort auch bei Flut aufgrund der Whirpool-Temperaturen im Dezember und des sehr flachen, mit Seegras aufgewühlten Wassers nur schwer möglich. Aber dafür war ich am Strand ganz allein unter Einheimischen. Bei Wattwanderungen zwischen Seeigeln und Seesternen schaute ich den Frauen bei der Seegras-Ernte zu und war immer wieder irritiert, wie gemächlich der Tourismus auf der Insel scheinbar erst anläuft.

women in water harvesting seagrass Jambiani Zanzibar

red flower tree Zanzibar

view from ocean on Jambiani beach Zanzibar

woman coming out of water with seagrass

Kontraste in Jambiani Village

Außerhalb der Unterkünfte gibt es quasi keine Infrastruktur. Das ist ein bißchen schade, denn so bleibt der Kontakt zur einheimischen Bevölkerung fast völlig aus. Viele Hotelangestellte kommen vom Festland, die Besitzer der Anlagen sind überwiegend Europäer. Die Armut ist in kleinen Küstendörfern wie Jambiani überall gegenwärtig. Die Häuser sind offen, nur halb fertig gebaut, die Kinder spielen im Dreck, die Wäsche weht im staubigen Wind. Gerade auf Zanzibar zeigt sich, dass bisher wenige Menschen vom Tourismus profitieren. Das mag überwiegend an der schlechten Bildung liegen, denn Tansania ist eines der ärmsten Länder Afrikas. Aber auch die Religion (98% der Zanzibaris sind Muslime, darunter viele strenggläubig) verschärft die Abkapselung zwischen den leicht bekleideten Besuchern und traditionell lebenden Einheimischen.

boys in Jambiani village with Kofia

kids playing in streets of Jambiani Zanzibar

beach in Jambiani Zanzibar

woman walking into the sea at sunset in Jambiani

EINSAMKEIT IN MATEMWE

Matemwe ist ein echtes Juwel. Hier habe ich außerhalb der Unterkunft kaum einen Menschen am Strand angetroffen. Drei tage pure Erholung: Auf die wunderschön gewachsenen Palmen starren, in der Hängematte entspannen und Seafood mittags und abends genießen. Die Eco Boutique-Hotels sind zwar charmant in den Ort integriert, aber die extremen Gegensätze bleiben trotzdem sehr sichtbar.

empty beach in Matemwe Zanzibar

sailing boat at Matemwe beach at low tide

kids running and on bike at Matemwe beach

woman walking into the sea at Matemwe beach

exotic orange fruit Zanzibar

view from Zanzibar bandas hotel on Matemwe village

overlooking Matemwe beach and palmtrees from Zanzibar Bandas hotel

kids playing at Matemwe beach while it is getting dark

palmtrees at night at Matemwe beach

Von Matemwe ist es eine halbstündige Autofahrt über Schotterpisten bis zu den Tauchschulen nördlich von Kigomani, die zum Mnemba-Atoll rausfahren. Das Tauch- und Schnorchelrevier Zanzibars schimmert in einem nie zuvor gesehenen betörendem Himmelblau-Türkis.

leaving mnemba atoll after diving

father with son selling paintings at Nungwi beach

Nungwi ist die Touristenhochburg der Insel. Aber dafür gibt es dort auch so gut wie keine Gezeiten, den ganzen Tag ist das Meer da und das Wasser ist traumhaft türkis. 

people on Nungwi beach at sunset time

romantic dinner at Nungwi beach at sundowner

Wie im Irrgarten – Stonetown

Stonetowns arabische und indische Einflüsse sind schon auf den ersten Blick aus dem Taxi heraus wahrnehmbar. Die Hauptstadt Zanzibars (Unesco-Weltkulturerbe) ist quirlig und heiß, exotisch und total unübersichtlich. Egal wie gut du den Stadtplan studierst, du verläufst dich sofort in den schmalen Gassen. 

old restored building in Stonetown

kids enjoying swimming in Stonetown

arabic street sign in Stonetown

men in Kaftan in streets of Stonetwon

Das Africa House Hotel ist der Treffpunkt zum Sundowner. Wenn die Sonne langsam im Meer versinkt, kommen langsam auch die Kinder wieder an Land. Aber bis dahin kannst du mindestens zweihundert akrobatische Kopfsprünge beobachten.

kids jumping into the water at sunset in Stonetown

Tagsüber sieht man wenige Zanzibaris, fast einzig nur Verkäufer in den vielen Gassen der Stadt. Aber nach Sonnenuntergang und leicht abnehmender Schwüle, strömen die Frauen in großen Gruppen mit ihren Kindern zum Forodhani-Food-Markt an der Promenade. Dann wird es richtig voll in dem kleinen Park. Wenn der Magen mitspielt, kann das Dinner recht günstig ausfallen und dabei alles einmal probiert werden: gegrillter Oktopus, Shawarma oder die zanzibarische Pizza.

man selling food at Stonetown night market

Der Darajani-Markt, wo Obst und Gemüse, Gewürze, Handwerk sowie frischer Fisch verkauft werden, war mein absolutes Highlight. Ich liebe es, Eindrücke mitten im alltäglichen Gewusel aufzusaugen. Die Fischhalle und die davor stattfindenden Auktionen sind besonders sehenswert.

entrance to Stonetown market

old man on Stonetown market in front of shop

banana bush on Stonetown market

octopus at fish market in stonetown for selling

man preparing fish at market in Stonetwon

men at fish market stonetown

schoolgirls in streets of stonetown

men selling art in street of stonetown

people crowd at Jawns corner Stonetwon

Zanzibar ist berühmt für seine Gewürze, sogar Kaffee gibt es mit dezentem Ingwer-, Nelken- oder Zimtgeschmack.

Chilli in House of spices in stonetown

Schwer beeindruckend sind die alten, mit kunstvollen Schnitzereien verzierten Swahili-Türen aus Teakholz und Mahagoni. Die metallischen Spitzen erinnern an die indischen Einflüssen, denn sie dienten einmal zum Schutz vor Elefanten.

impressive huge door in stonetown

Zwischenstopp in Dar Es Salaam

people on ferry with skyline of Daressalam in background

men greeting from boat while arriving at Daressalam

24h in der Hauptstadt Tansanias waren lohnenswerter und weniger chaotisch als ich es mir vorgestellt hatte. Ich empfand Dar es Salaam auch nicht als besonders gefährlich, auch wenn es sicher ratsam war, zum Kariakoo Market (dem größten Markt in Ostafrika) ohne Wertsachen zu laufen. Aber spätestens nach Einbruch der Dunkelheit führt nichts daran vorbei, sich nur noch mit einem über das Hotel gebuchten Taxi fortzubewegen. Die Stadt soll ein wenig außerhalb sogar die schönsten Strände des Landes haben.

fisher boats while arriving at Daressalam harbour

skyline of Daressalam from hotel at sunset

looking on street food sellers from above in Daressalam